Archiv der Kategorie: Fonds-/Managerselektion

Tolle 2019er ESG Performance

Auch die mehrjährige ESG Performance (Environment, Social, Governance) der Portfolios von Diversifikator ist sehr gut. In diesem Beitrag vergleiche ich die Renditen der aktuell 8 öffentlichen regelbasiert-optimierungsfreien und strengen ESG-Portfolios von Diversifikator mit unterschiedlichen Benchmarks. Dabei macht es einen erheblichen Unterschied, ob man ein Portfolio mit passiven Benchmarks oder der durchschnittlichen Performance aktiv gemanagter Fonds nutzt (siehe auch https://prof-soehnholz.com/verantwortungsvolle-als-einzige-offizielle-geldanlage-benchmarks/).

Das ESG ETF-Portfolio wurde als wohl weltweit erstes öffentliches derartiges Portfolio bereits Ende 2015 gestartet. Die ersten direkten Aktienportfolios von Diversifikator gibt es seit Ende 2016 (siehe auch https://prof-soehnholz.com/3-jahre-diversifikator-gute-rendite-aber-80-prozent-anders-ist-schwer-zu-verkaufen/).

Neues ESG Research und News zu Robo-Advisors und Wealthtech

Obwohl ich Umfragen zum Thema ESG, Beiträge ohne neue Fakten oder Meinungsäußerungen ohne neue Perspektiven nicht zitiere, finde ich jede Woche immer noch etwa 10 interessante ESG Research und Wealthtech Veröffentlichungen. Hier sind wieder mehr als 20 Links für die beiden letzten Wochen:

Verantwortungsvolle Geldanlage für Stiftungen: Ein Tool für die Anlagepolitik

Dieser Beitrag besteht aus Auszügen eines Gesprächs mit dem Titel: „ESG ist definitiv keine Sau, die durchs Dorf getrieben wird!“ (Quelle: Runder Tisch der FondsFibel für Stiftungen & NPOs, www.fondsfibel.de, MidYear Update vom Juli 2019, S. 20-25).

Haben Fondsanbieter Angst vor ESG-Reportingtransparenz?

Professor Dr. Thomas Mayer vom Flossbach von Storch Research Institute hat heute einen Beitrag mit dem Titel „Die Nachhaltigkeits-Falle“ in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung veröffentlicht (Seite 29), in dem er m.E. gegen ESG-Reportingtransparenz argumentiert.

Kann institutionelles Investment Consulting digitalisiert werden? Beispiele.

Das ist eine ziemlich ketzerische Frage, weil die individuelle Beratung von institutionellen Anlegern, also solchen mit sehr großen Anlagevolumina, als besonders komplex gilt. Ich meine, dass viele Elemente gut digitalisierbar sind. Das versuche ich am Beispiel einer kostenlos nutzbaren US Webseite zu zeigen.

Statt Kannibalisierung: ESG-Robo oder Alternatives-Robo?

Viele deutsche Banken sind noch zurückhaltend mit dem Einsatz von Robo-Advisors (siehe hier). Das scheint daran zu liegen, dass viele Angst vor der Gefährdung ihres Bestandsgeschäftes („Kannibalisierung“) haben. Außerdem sehen sie ihre Margen im Neugeschäft als gefährdet an. Banken verdienen derzeit noch sehr gut am Verkauf von Investmentfonds, für die sie Vertriebsprovisionen erhalten.

Unabhängige Robo-Advisors dagegen bieten überwiegend niedrigmargige Vermögensverwaltungen auf Basis von kostengünstigen Indexfonds (ETFs) an.

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Regeländerungen für 2019: Die Portfolios mit den wohl strengsten ESG Anforderungen

Die durchgängig regelgebundenen Portfolios von Diversifikator haben in 2018 alle mit Verlusten abgeschlossen. Drei Viertel der Portfolios waren aber zumindest besser als ihre Benchmarks. Trotzdem wurden die Regeln aller Portfolios Ende 2018 überprüft. Dabei kam es nur zu wenigen Änderungen für 2019. Vor allem die Anforderungen an verantwortungsvolle ESG (Environmental, Social, Governance) Portfolios wurden nochmals erhöht (zu den Regeländerungen für 2018 siehe hier).

Risikomanagement: Aktiv ist schlechter als passiv (Robo-Advice)

Vermögensverwalter haben einige Argumente gegen Robo-Advisors. Eines der häufig gehörten heißt: In schwierigen Märkten machen aktive Portfoliomanager besseres Risikomanagement als regelbasierte Maschinen. Daher sollten Anleger besser Produkte von aktiven Managern verkaufen. Wenn sie schon einen Robo-Advisor für die Vermögensverwaltung nutzen, sollte die vom Robo-Advisor genutzten Portfolios von Menschen und nicht von Maschinen bzw. Regeln gemanagt werden.

Ich meine, dass passives bzw. regelgebundenes Risikomanagement besser als aktives „diskretionäres“ Risikomanagement sein kann.

Modellportfolio-Robos sind besser als „normale“ Robo-Advisors

Kunden von deutschen Robo-Advisors sind überwiegend über 50, haben gute Einkommen und sind relativ vermögend. Das sagen jedenfalls mehrere Anbieter auf Konferenzen und in Interviews. Dabei sind die meisten Robo-Advisors nicht besonders attraktiv. Sie nutzen oft veraltete Optimierungsmodelle (siehe hier), bieten keine wirklich verantwortungsvollen Portfolios an (siehe hier) und sind noch nicht einmal besonders günstig.

Es gibt bessere digitale Angebote. Darunter sind auch solche, die für anspruchsvolle Vermögensverwaltungs- bzw. Private Banking Kunden attraktiv sein können. Damit sollten sich Vermögensverwalter und Privatbanken ernsthaft beschäftigen.

ESG-Research und Regulierung: Aktuelle Publikationen

Mein letzter Überblick zu Environmental, Social und Governance ESG-Research stammt aus dem Juli (siehe hier, aber aktuellere ESG-Forschungsergebnisse siehe auch hier). Im Folgenden kommentiere ich neues ESG-Research, das ich interessant finde.