6x new research regarding tipping points, climate crashes, synthetic ESG ETFs, investments in green categories, active and total portfolio management
Zusammenfassung
6x new research regarding tipping points, climate crashes, synthetic ESG ETFs, investments in green categories, active and total portfolio management
Green categories: # zeigt die Zahl der kompletten Researchdokumente, die bei SSRN bis zum 5. März 2026 heruntergeladen wurden. Die Abstracts wurden mit der kostenlosen Version von Deepl.com übersetzt.
Tipping risks: „Uninsurability“ und „Repricing of Risk“ – Klimakipppunkte als kritischer Faktor für Wirtschaft und Finanzsystem vom FERI Cognotove Finance Institute vom 1. Februar 2026: Als Folge des Klimawandels rechnen neue wissenschaftliche Studien mit einer Reduktion der weltweiten Wirtschafts kraft um rund 17% bis zum Jahr 2050 – der zukünftige Effekt kritischer Kippelemente ist dabei jedoch noch nicht explizit berücksichtigt. Kippelemente können nach Überschreiten kritischer Schwellenwerte „umkippen“ und dadurch starke (meist irreversible) Veränderungen des Klimas auslösen. … Unter Berücksichtigung von Kippkaskaden werden bislang als „high impact – low probability“ eingestufte Klimaveränderungen zu „high impact – high probability“-Ereignissen! … Klimabedingte Risiken lassen sich in exponierten Regionen schon heute nicht mehr versichern – die zugehörigen Stichworte lauten „Uninsurability“ und „Protection Gap“. Vor dem Hintergrund rapide ansteigender Klimaschäden droht ein Ausstrahlen versicherungstechnischer Risikoausschlüsse auch auf andere Bereiche des Finanzsystems, insbesondere über die Kreditmärkte und den Bankensektor (Stichwort: „Infektion“) … Aufsichts- und Regulierungsbehörden westlicher Finanzsys teme fordern deshalb schon jetzt eine verschärfte Erfassung und Überwachung „physischer Risiken“ des Klimawandels“ …. (S. 1/2).
Climate crashes: Firm-Level Climate Risk and Stock Price Crash: Does Investor Attention or Sentiment matter? Von Hoa Phan, Nhan (David) Huynh, Cuong Nguyen, Nirav Parikh und Lurion De Mello vom 9. Dezember 2025 (#76): “…Unsere Ergebnisse zeigen, dass eine höhere Klimarisikoexposition die Wahrscheinlichkeit von Aktienkurseinbrüchen deutlich erhöht. Die Stimmung der Anleger spielt dabei eine entscheidende moderierende Rolle: Eine optimistische Stimmung dämpft die negativen Auswirkungen des Klimarisikos, während eine pessimistische Stimmung die Anfälligkeit für Kursstürze verstärkt. Im Gegensatz dazu hat die Aufmerksamkeit der Anleger für Klimathemen, gemessen an der Nachrichtenintensität und Suchaktivität, keinen nennenswerten Einfluss” (Abstract).
Synthethic ESG? Structural challenges of synthetic ETFs domiciled in Europe von Irina Bevza und Martha O’Hagan Luff vom 12. Februar 2026 (#63): “Synthetische ETFs bilden Indizes durch Total Return Swaps nach und lagern damit die Nachbildung effektiv an eine Gegenpartei aus. Dies kann für kleinere Anbieter von Vorteil sein, da dadurch die Gesamtinfrastrukturkosten gesenkt werden. Allerdings gibt es Bedenken hinsichtlich des mit synthetischen ETFs verbundenen Kontrahentenrisikos und der Aufnahme umweltverschmutzender Unternehmen in die Sicherheitenkörbe (Sö: Collaterals) von nachhaltigkeitsorientierten ETFs. … Wir kommen zu dem Schluss, dass die Kosteneffizienz synthetischer ETFs einen Teil der erhöhten Kosten ausgleichen kann, die mit der Nachbildung von Nischen- oder nachhaltigkeitsbezogenen Indizes verbunden sind, und dass synthetische ETFs die Trends der Indexanpassung und des nachhaltigen Investierens unterstützen können“ (Abstract).
Mein Kommentar: Synthetische ETFs sind schwierig in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit zu bewerten, weil die Index-Wertpapiere nicht direkt ersichtlich sind (sondern nur die Collateral-Wertpapiere)
Green categories: Gender differences in sustainable investment preferences: The role of disclosure and product category labeling von Marc-Philipp Bohnet, Fabian Gerstmeier, Achim Hagen und Cosima van Mierlo vom 16. Dezember 2025 (#78): “… Unter Verwendung der Produktkategorien „Nachhaltig“ und „Transition“, die mit den von der EU vorgeschlagenen Änderungen der Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (SFDR) im Einklang stehen, führen wir ein Diskretes-Auswahl-Experiment mit einer repräsentativen Stichprobe der deutschen Bevölkerung durch. Wir stellen fest, dass Fonds, die unter einer Produktkategorie gekennzeichnet sind, im Allgemeinen bevorzugt werden, wobei Frauen diese eher wählen als Männer, während Männer Renditen priorisieren. Bei allen Teilnehmern werden Fonds mit einem stärkeren Offenlegungsspektrum („hellgrün“ oder „dunkelgrün“) oder Fonds, die unter einer Produktkategorie („Transition“ oder „Nachhaltig“) gekennzeichnet sind, durchweg gegenüber Fonds ohne solche Kennzeichnungen bevorzugt. Allerdings dominieren die Produktkategorien: Die Teilnehmer bevorzugen systematisch nachhaltige „Sö: „sustainable“) Fonds gegenüber Transition-Fonds, während die Unterschiede zwischen den Offenlegungsspektren innerhalb einer Kategorie gering sind. Die Bereitstellung zusätzlicher Informationen zu ökologischen oder sozialen Komponenten der Nachhaltigkeit hat keinen Einfluss auf die Anlageentscheidungen“ (Abstract).
Mein Kommentar siehe Neues Research: Viel Potenzial für nachhaltige Fonds | CAPinside
Active outperformance: Evaluating the Performance of Active Management in Norway’s Sovereign Wealth Fund (GPFG) von Trond Døskeland und André Wattø Sjuve vom 11. Dezember 2025 (#131): “Dieser Bericht kommt zu dem Schluss, dass die aktive Verwaltung des Fonds durch die Norges Bank einen erheblichen Mehrwert für die norwegische Bevölkerung geschaffen hat. … Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen aktiven Rendite von 0,27 % vor Kosten und 0,19 % nach Kosten. Diese Ergebnisse spiegeln die sehr niedrigen Verwaltungskosten von etwa 0,04 % pro Jahr wider.” (Abstract).
Total portfolio dynamic: Dynamic Tracking Error and the Total Portfolio Approach von Ashwin Alankar, Allan Z. Maymin, Philip Z. Maymin, Myron S. Scholes, and Sujiang Zhang von Janus Henderson vom 4. März 2026 (#20): „Der Total-Portfolio-Ansatz und die strategische Vermögensallokation werden weithin als konkurrierende Rahmenkonzepte für das institutionelle Portfoliomanagement angesehen. Wir argumentieren, dass sie sich in einem einzigen Governance-Parameter unterscheiden: der Tracking-Error-Beschränkung. Anhand von Daten zu US-Aktien und -Anleihen aus den Jahren 2000 bis 2026 und Portfoliosimulationen für den Zeitraum 2004 bis 2026 zeigen wir, dass die Sharpe-Ratios über das gesamte Spektrum der Beschränkungen hinweg statistisch nicht unterscheidbar sind, während die Volatilität des realisierten Tracking Error um etwa das Zwölffache variiert. Die Kosten der Beschränkungen steigen in Krisenzeiten sprunghaft an, wenn die erwarteten Renditen am höchsten und der Governance-Druck zur Risikominderung am stärksten sind. Der dynamische Tracking Error umfasst beide Ansätze und bietet Vorständen einen produktiveren Rahmen für die Investment-Governance“ (Abstract).
Mein Kommentar: Ich präferiere eine passive Allokation, die sich an den real investierten Allokationen zu Anlagesegmenten orientiert, vgl. Passive Asset Allokationen sind besser als aktive – Soehnholz ESG
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Werbung (in: Green categories)
Nur für deutsche und jetzt auch österreichische Anleger (ab einer Mindestanlage von gut EUR 50):
Der von mir beratene globale Small-/Mid-Cap-Investmentfonds FutureVest Equity Sustainable Development Goals R konzentriert sich auf die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung mit außerordentlich hohen 99% SDG-vereinbaren Umsätzen der Portfoliounternehmen (Unternehmens-Impact) und hohen E-, S- und G-Best-in-Universe-Scores und zeichnet sich durch ein besonders umfangreiches Aktionärsengagement aus (vgl. Bester Impact Aktienfonds? Teste selbst!).
Zum Vergleich: Ein globaler Small-Cap-ETF hat eine Netto-SDG-Umsatzvereinbarkeit von etwa 5%, ein diversifizierter Gesundheits-ETF etwas über 10%, Artikel 9 Fonds circa 20%, und liquide Impactfonds sowie ein ETF für erneuerbare Energien ungefähr 40% (vgl. Maximale Portfolio-Nachhaltigkeit: Was geht?).
Der von mir beratene Fonds hat seit dem Start im August 2021 eine ähnliche Performance wie traditionelle globale Small- und Mid-Cap-Fonds (vgl. z.B. Fonds-Portfolio: Mein Fonds | CAPinside). Vergangene Performance ist allerdings oft kein guter Indikator für künftige Performance.