"Bei ansonsten ähnlichen Fonds, .. ist die Wahrscheinlichkeit einer Liquidation bei nachhaltigen Fonds signifikant höher. Dieser Effekt konzentriert sich auf die frühen Phasen des Fondslebenszyklus und lässt mit zunehmender Reife der Fonds nach" von Dulak/Gnabo 2026
Summary
3x new research on social climate pressure, greenwashing and sustainable funds
Social pressure: Hier sind Zusammenfassungen in Deutsch und Links zu den kompletten Forschungspapieren (# zeigt die Zahl der kompletten Researchdokumente, die bei SSRN bis zum 28. August 2026 heruntergeladen wurden). Die (gekürzten) Abstracts wurden mit der kostenlosen Version von Deepl.com übersetzt:
Social pressure: The role of news and social pressure in shaping U.S. public opinion on climate change von Masako Ikefuji, Jan R. Magnus und Zhehao Wang vom 21. November 2025: “… Erstens ist sozialer Druck (Gruppenidentität) der entscheidende Faktor, der die öffentliche Meinung zum Klimawandel prägt – mehr noch als die Nachrichten. Eine größere demografische Vielfalt (ethnische Zugehörigkeit, Bildungsstand, Alter) verringert den sozialen Druck und führt zu einem heterogeneren sozialen Umfeld, was wiederum den zwischenmenschlichen Kontakt und die Verbreitung klimabezogener Informationen verstärkt, wodurch sich mehr Menschen Sorgen um den Klimawandel machen. … Zweitens spielen Nachrichten zwar eine Rolle, oft jedoch eine geringere als Bildung, Gruppenidentität und soziale Netzwerke. … Wir finden keine Hinweise darauf, dass Bildung einen unterschiedlichen Einfluss auf Republikaner und Demokraten hat: Eine höhere Bildung führt sowohl bei Demokraten als auch bei Republikanern zu größerer Sorge um das Klima“ (S. 33).
Higher-Order Greenwashing: When Corporate Actions Don’t Lead to Purported Impact: Type II Greenwashing as a Barrier to Sustainability Mainstreaming von Aurélien Feix, Moritz Gruban und Âriel de Fauconberg vom 14. Juli 2026 (#15): “… wir … betonen, wie wichtig es ist, zwischen zwei Arten von Greenwashing zu unterscheiden: Typ I, d. h. CSC-Praktiken, bei denen Unternehmen das Ausmaß ihrer als sozial oder ökologisch wünschenswert beschriebenen Maßnahmen übertreiben; und Typ II, d. h. CSC-Praktiken, bei denen Unternehmen fälschlicherweise suggerieren, dass ihre Maßnahmen zum übergeordneten Ziel der Nachhaltigkeit beitragen. Während Greenwashing vom Typ I möglicherweise zurückgegangen ist, wird Greenwashing vom Typ II nach wie vor unzureichend konzeptualisiert und bekämpft, was ein großes Hindernis für die Verankerung von Nachhaltigkeit in der Gesellschaft darstellt. Wir identifizieren Schlüsselmerkmale von Greenwashing vom Typ II, entwickeln eine Theorie zu drei diskursiven Mechanismen, über die es funktioniert, und skizzieren Wege, es zu vereiteln …“ (Abstract).
Mein Kommentar: Die Autoren hätten auch den bereits etablierten Begriff Impact-Washing nutzen können. Sie kritisieren unter anderem SDG-Claims, gehen aber nicht auf mögliche Messungen mit Kennzahlen wie SDG-Umsätze oder SDG-Investitionen ein.
Sustainable liquidations: Lifecycle Selection and Liquidation in Sustainable Mutual Funds von Thomas Dulak und Jean-Yves Gnabo vom 26. Juni 2026 (#94): “…In dieser Studie wird anhand von Daten zu europäischen OGAW-Aktienfonds aus den Jahren 2019 bis 2025 untersucht, ob sich nachhaltige Investmentfonds hinsichtlich ihres Liquidationsrisikos von konventionellen Investmentfonds unterscheiden. … Bei ansonsten ähnlichen Fonds, .. ist die Wahrscheinlichkeit einer Liquidation bei nachhaltigen Fonds signifikant höher. Dieser Effekt konzentriert sich auf die frühen Phasen des Fondslebenszyklus und lässt mit zunehmender Reife der Fonds nach …” (Abstract).
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Werbung (in: Social pressure)
Nur für deutsche und österreichische Anleger (ab einer Mindestanlage von gut EUR 50):
Der von mir beratene globale SmallCap-Investmentfonds FutureVest Equity Sustainable Development Goals R konzentriert sich auf die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung mit außerordentlich hohen 99% SDG-vereinbaren Umsätzen der Portfoliounternehmen (Unternehmens-Impact) und hohen E-, S- und G-Best-in-Universe-Scores und zeichnet sich durch ein besonders umfangreiches Aktionärsengagement aus (vgl. Bester Impact Aktienfonds? Teste selbst!).
Zum Vergleich: Ein globaler Small-Cap-ETF hat eine Netto-SDG-Umsatzvereinbarkeit von etwa 6%, ein diversifizierter Gesundheits-ETF etwas über 10%, Artikel 9 Fonds circa 20%, und liquide Impactfonds 40% sowie ein ETF für erneuerbare Energien ungefähr 45% (vgl. Maximale Portfolio-Nachhaltigkeit: Was geht?).