Markowitz

Markowitz Update, ESG, Impact und mehr

Umfeld

Umweltveränderungen mit breiter Wirkung: Making Peace with Nature – A scientific blueprint to tackle the climate, biodiversity and pollution emergencies vom United Nations Environment Programme vom Februar 2021: “Environmental changes are undermining hard-won development gains by causing economic costs and millions of premature deaths annually. They are impeding progress towards ending poverty and hunger, reducing inequalities and promoting sustainable economic growth, work for all and peaceful and inclusive societies” (S. 13).

Bio-positiv statt Bio-negativ: Ein Neues Bio: Gesunde Ernährung für 10 Milliarden Menschen im Einklang mit Natur und Umwelt von Michael Braungart vom 17. Februar 2021: „Während bestehende Bio-Initiativen vor allem auf ein Verbot bestimmter Substanzen und Produkte abzielen, formuliert dieser Artikel langfristige positive Ziele für ein Neues Bio. … Technische Innovationen sowie neue ökonomische Strategien müssen genutzt werden, um den Erfolg des Neuen Bios zu sichern. Eine großflächige, produktive Landwirtschaft mit positivem Fußabdruck kann die globale gesellschaftliche und ökologische Situation drastisch verbessern“.

Besseres Klima durch weniger Subventionen? Zehn klimaschädliche Subventionen sozial gerecht abbauen – ein Zeitplan – Eine Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace vom 25. Februar 2021: „Fast alle Subventionen haben ein Volumen von mehreren Milliarden Euro. …. Auch zeigt sich, dass der Status Quo der klimaschädlichen Subventionen in vielen Fällen vor allem reicheren Haushalten nutzt und der Subventionsabbau sozialverträglich gestaltet werden kann“ (S. 7).

Quantum-Computing kann helfen: A Quantum Advantage in Fighting Climate Change von Jean-Francois Bobier, Jens Burchardt und Antoine Gourevitch von der Boston Consulting Group vom 22. Januar 2021: “Quantum computing could help bring more low-carbon technologies into economic reach”. 

Wird Armut vererbt? Two generations of siblings and cousins correlations across the ancestors’ wealth distribution von Marco Colagrossi , Claudio Deiana, Andrea Geraci , Ludovica Giua und Gianluca Mazzarella vom 22. Januar 2021: “We find that cousins and siblings correlations in earnings vary substantially across ancestors’ wealth quantiles. …. Even in the relatively equal and wealthy Netherlands, misfortunes are transmitted across generations”.

Aufsicht und Regulierung(slücken)

Profitieren nur die Bankmanager? Are Bigger Banks Better? Firm-Level Evidence from Germany von Kilian Huber vom Oktober 2020: “I digitize new microdata on German firms  and their relationship banks and examine how the bank consolidations affected the growth of banks and their borrowers. I find no evidence that increases in bank size raised the growth of borrowers. … The consolidating banks themselves did not increase lending, profits, or cost efficiency, relative to comparable other banks” (S. 24). “ … managers of the treated banks … benefited in two ways: through greater salaries and media presence” (S. 22).

Nur ein guter Eid alleine reicht noch nicht: The Banker’s Oath And Financial Advice von Utz Weitzel und Michael Kirchler vom 10. Februar 2021: „Since 2015 every employee working in the financial sector in the Netherlands is legally required to take the so-called banker’s oath. We study whether moral nudges that directly or indirectly remind bank employees of their oath affect their financial advice in an ethical dilemma. … nearly half of all financial advisers (46.3%) prioritize loans in their recommendations. Direct moral nudges, however, significantly decrease the likelihood that recommendations prioritize product sales by more than 16 percentage points to only 29.9%” (S. 27/28).

Gute Jobchancen für böse Buchhalter: Recruiting Dark Personalities for Earnings Management von Ling Harris, Scott Jackson, Joel Owens und Nicholas Seybert vom 25. Januar 2021: “This paper provides provocative evidence about the types of individuals who are hired into positions of power and authority in the accounting function of organizations. … in the presence of earnings management pressure, job candidates who possess more dark personality traits (i.e., Candidate A) are more likely to be hired than candidates who possess fewer dark personality traits (i.e., Candidate B). …. Our results arise despite the fact that (1) Candidate A is considered to be a significantly worse manager than Candidate B, (2) Candidate A is perceived to be more likely to engage in fraud than Candidate B, (3) Candidate A is perceived to be less likely to maintain high ethical standards in the face of adversity than Candidate B, and (4) Candidate A is viewed by many as generally less likeable than Candidate B” (S. 39/40).

Auf Unternehmen kommt noch mehr zu: Screening of websites for ‘greenwashing‘: half of green claims lack evidence von der Europäischen Kommission vom 28. Januar 2021: “…. the results of a screening of websites (“sweep”), an exercise carried out each year to identify breaches of EU consumer law in online markets. This year … the sweep focused on ‘greenwashing‘, the practice by which companies claim they are doing more for the environment than they actually are. The “sweep” analysed green online claims from various business sectors such as garments, cosmetics and household equipment. … in 42% of cases authorities had reason to believe that the claim may be false or deceptive and could therefore potentially amount to an unfair commercial practice”.

Aufsicht im Unklaren: Offen nachhaltig von Frank Pierschel im BaFin Journal vom Februar 2021: „Ab dem 10. März greift die europäische Offenlegungsverordnung. Finanzunternehmen müssen dann belegen, wie nachhaltig ihre Angebote sind. …. Ungeklärt ist auch die Frage, wann ein Finanzprodukt wirklich auf eine nachhaltige Investition abzielt oder wann es nur einzelne ökologische oder soziale Merkmale aufweist. Bei Finanzprodukten, die in ein breites Portfolio etwa aus Aktien und Anleihen investieren, ist noch unklar, ab wann sie als nachhaltig gelten, das heißt, ob und wie viel Beimischung erlaubt ist. …. . So müssen zum Beispiel Unternehmen ihre Kundinnen und Kunden darüber informieren, welche Strategien sie zu Nachhaltigkeitsrisiken verfolgen. Doch ab wann müssen sie ihre Kunden über nachteilige Auswirkungen von Investitionsentscheidungen informieren? Und wann müssen die geforderten vorvertraglichen Informationen vorliegen?“ (S. 36-37).

Guter Überblick: Sustainable Finance: Die Offenlegungsverordnung von Cristina Bannier und Christoph Otten im IT Finanzmagazin vom 22. Februar 2021: „… über welche Daten genau sprechen wir hier und wieviel mehr “Nachhaltigkeit” bekommen Banken nun über ihre Schnittstellen geliefert? Um das einzuordnen, möchten wir noch einmal die Hintergründe, regulatorischen Wechselwirkungen und nun anstehenden Verpflichtungen der Offenlegungsverordnung beleuchten“.

Verbraucherzentralen und Impact: Welche Transformationen können nachhaltige Geldanlagen durch Verbraucherinnen und Verbraucher haben? Gutachten für den Verbraucherzentrale Bundesverband von Marco Wilkens und Christian Klein vom 4. Januar 2021: „Für uns bedeutet Wirkung oder Impact von Geldanlagen, dass die Geldanlagen dazu führen, dass transformative Realinvestitionen durchgeführt werden, die einen Beitrag zur Erreichung eines Nachhaltigkeitsziels leisten, indem sie beispielsweise den CO2- Austoß reduzieren. Die finanzierten Realinvestitionen sind Teil einer Transformation in Richtung einer nachhaltigen Wirtschaft, die Geldanlagen haben eine „transformative Wirkung“, wenn sie dazu führen, dass diese Realinvestitionen durchgeführt werden. Das bedeutet, dass diese Realinvestitionen sonst nicht realisiert worden wären („Additivität“). … Die für die Untersuchung dieser Frage grundlegenden Wirkungszusammenhänge sind sehr komplex und in der wissenschaftlichen Literatur bislang wenig behandelt (S. 4). … Konkret können indirekte Wirkungen beispielsweise auf Änderungen des Kaufverhaltens der Kunden basieren, wenn diese in Verbindung mit den Geldanlagen erfahren, wie nachhaltig bzw. wenig nachhaltig Unternehmen sind. Diese „indirekte Additivität“ der Geldanlagen ist zwar nicht oder kaum quantifizierbar, wir vermuten aber, dass sie im Zusammenhang mit nachhaltigen Geldanlagen von Verbrauchern eine relativ große Relevanz haben kann und bislang eher unterschätzt wird. … Bei Direktanlagen in beispielsweise Aktien und Green Bonds besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass hierüber ein nennenswerter indirekter Impact erzeugt wird, als über Geldanlagen in der Form von beispielsweise Publikumsfonds und ETFs (S. 5/6). …. Erste empirische Studien zeigen, dass Divestments durchaus negative Effekte für die Aktienkurse und positive Effekte für die Nachhaltigkeit der betroffenen Unternehmen haben können“ (S. 28). … Nachhaltige Geldanlagen können andere, wirkungsvollere Maßnahmen unterstützen, diese aber nicht ersetzen“ (S. 94). Mein Kommentar: Ich plädiere für einen relativen Impactansatz, siehe Absolute und Relative Impact Investing und Additionalität – Verantwortungsvolle (ESG) Geldanlage (prof-soehnholz.com)

Markowitz: Traditionelle Investments

Markowitz-Optimierung ist besser als gedacht: Justifying Mean-Variance Portfolio Selection when Asset Returns Are Skewed von Frank Schuhmacher, Hendrik Kohrs und Benjamin Auer vom 18. Januar 2021 (kostenpflichtig): “… contrary to common belief among academics and practitioners, skewed returns do not allow a rejection of mean-variance analysis. … To emphasize the relevance of our skew-elliptical model, we additionally provide empirical evidence that it cannot be rejected for the returns of typical portfolios of common stocks or popular alternative investments” (abstract). Mein Kommentar: Auch diese kostenpflichtige Publikation finde ich sehr interessant: Schuhmacher, F. / Auer, B. (2014): Sufficient conditions under which SSD- and MR-efficient sets are identical, in: European Journal of Operational Research, Vol. 239, S. 756-763

Naïve Allocation ist besser als aktives Management: Index-Musterportfolios im Performance-Check von Ali Masarwah von Morningstar vom 25. Februar 2021: „Die Sharpe Ratios der vier Index-Portfolios liegen meilenweit vor denen der aktiv verwalteten Mischfonds, wobei die schwache Bilanz der flexibel investierenden Mischfonds besonders eklatant ausfällt. Auch mit Blick auf die Performance liegen auf Sicht von fünf Jahren alle vier Indexportfolios deutlich vor den aktiv verwalteten Mischfonds. Die Gebühren von 0,5 Prozent pro Jahr dürften hier den Ausschlag gegeben haben: Aktiv verwaltete Mischfonds kommen im Schnitt auf Kosten von mindestens 1,5 Prozent; aktienlastige Mischfonds kratzen – ohne Hinzurechnung von Transaktionskosten – oft an der Zwei-Prozent-Gebührenmarke“. Mein Kommentar: Passive Asset Allokationen sind besser als aktive – Verantwortungsvolle (ESG) Geldanlage (prof-soehnholz.com)

Fördern manche Fondsmanager Marktmacht? Mutual Fund Bets on Market Power von Stefan Jaspersen vom 10. Februar 2021: “MPB is a simple measure to differentiate managers by their ability and effort to process information about a firm’s market power. Mutual fund managers with larger MPB exhibit a superior performance …. managers with larger MPB avoid concurrent investment in close rivals and exploit the market power property of the firms …. “ (S. 36/37).

Wieder ein neuer Faktor: Does social media sentiment matter in the pricing of U.S. stocks? Von Christian Koeppel vom 3. Februar 2021:  “… we construct a novel risk factor from a positive-minus-negative sentiment-portfolio sorts and reveal patterns in average returns related to investors’ mood. The sentiment score is beneficial in augmenting the existing fundamental asset pricing model by Fama and French (2015) for the U.S. equity market and add the sentiment premium to the pricing paradigm from Shefrin and Belotti (2008). We can trace back the significant performance improvements for different factor-mimicking and industry portfolios to investors’ activities in social media” (S. 24).

Quantstrategien sind ziemlich tot: The quant equity crisis of 2018-2020: Cornered by ‘big growth’ von David Blitz von Robeco vom 16. Februar 2021: “… there was basically only one way to outperform during this period, namely by investing in the largest and most expensive growth stocks. …. This was the dominant phenomenon during the quant equity crisis, in which there were many ways to fail, but essentially only one way to succeed. …. previous value drawdowns are better characterized as momentum rallies, because the outperformance of the momentum factor overshadowed the underperformance of the value factor.

US ETF-Flows sind t.w. steuerinduziert: ETF Heartbeat Trades, Tax Efficiencies, and Clienteles: The Role of Taxes in the Flow Migration from Active Mutual Funds to ETFs von Rabih Moussawi, Ke Shen und Raisa Velthuis vom 6. Januar 2021: “The popularity of ETFs among long-term investors is to a large extent driven by their fee and tax efficiencies. ETFs achieve their tax efficiency through the in-kind redemption process and the use of heartbeat trades, which constitute a short-term loan that helps ETFs offload low-basis stocks without triggering a taxable event. This feature of ETFs is particularly appealing to high net-worth individuals and other tax-sensitive investors that face higher marginal capital gains tax rates. Our evidence implies that inflows into ETFs relative to open-end funds are driven more by their higher tax efficiencies than their lower expenses” (S. 39).

Markowitz: ESG Investing

Divergenz ist nicht so schlimm: ESG Scoring – It’s All Relative von HSBC Asset Management vom Februar 2021: “We start with an introduction to ESG scoring methodologies comparing two of the household names in the field: MSCI and FTSE Russell. We look at the differences between their respective scores at the individual security, sector and country level using a broad universe of 4,250 companies which have ESG ratings available from both index providers. … ESG scores are generally correlated at the country and market cap level, this appears to less so across sectors” (S. 1).

Keine ESG Überbewertung mehr? Sustainability or Performance? Ratings and Fund Managers’ Incentives von Nickolay Gantchev, Mariassunta Giannetti und Rachel Li vom 17. Februar 2021: “We use the introduction of Morningstar’s sustainability ratings (the “globe” ratings) …. and show that mutual funds initially attempt to improve their globe ratings by increasing their demand for sustainable stocks. This trading behavior creates buying pressure, making stocks with high sustainability ratings overvalued. As a consequence, a tradeoff between sustainability and performance arises and the performance of funds improving their globe ratings deteriorates. Since performance appears to be more important in attracting flows than sustainability, a new equilibrium emerges in which the globe ratings stop affecting funds’ flows and funds do not trade any longer to improve their globe ratings” (abstract).

Ist ESG kein neuer Faktor? Towards Green Alpha: Analyzing ESG Exposures Through a Factor Lens von Ananth Madhavan, Aleksander Sobczyk und Andrew Ang vom 15. Juli 2020: “Using bottoms-up holdings data, we investigate the link between funds’ ESG scores, factor loadings, and alpha over 1,312 US equity active mutual funds with $3.9 trillion in AUM. ESG outcomes are correlated with style factors—value, momentum, quality, minimum volatility, and size—and funds with high ESG scores do exhibit interesting patterns with factors. In particular, there are particularly strong factor exposures to quality and momentum of funds with high Environmental scores.”

Blackrock hat zu viel Kohle: Groundbreaking Research Reveals the Financiers of the Coal Industry von Urgewald et al. vom 25. Februar 2021: “This is the first time anyone has attempted to analyze commercial banks’ and institutional investors’ exposure to the entire coal industry”. The world’s largest institutional investor in the coal industry is the US mutual fund company Vanguard with holdings of almost US$ 86 billion. It is closely followed by BlackRock, which holds investments of over US$ 84 billion in the coal industry. Together, these two investment giants account for 17% of institutional investments in the global coal industry”.

Ist mehr Luftverschmutzung besser? Drei erstaunliche Erkenntnisse des Lyxor ETF-Klima-Thermometers von Lyxor vom 2. Februar 2021: „Ein Beispiel ist der DAX 30: Aufgrund des hohen Anteils an CO2-intensiven Unternehmen in Deutschland und der Tatsache, dass viele Stromerzeuger im DAX 30 vertreten sind, spiegelt dieser Index einen Teil der CO2-intensiven Wirtschaft in Deutschland wider. Nichtsdestotrotz zeigt unser Klima-Thermometer, dass der DAX 30 durchaus 1,5°C-konform ist, die DAX 50 ESG-Benchmark indes bei über 3°C liegt. Der Grund hierfür: Ein Index kann heute einen sehr hohen CO2-Fußabdruck haben und dennoch auf die Pariser Temperaturziele ausgerichtet sein. Die Temperaturkennzahl gibt an, ob der Index auf Zielkurs ist – und nicht, ob er derzeit kohlenstoffintensiv ist. Der DAX 30 enthält mehrere große Unternehmen des Stromsektors. Diese Unternehmen sind bekannt für ihren großen Kohlestromanteil. Sie sind für ein sehr großes Emissionsvolumen verantwortlich und werden daher aus ESG-Indizes ausgeschlossen. Da sie sich jedoch zu umfangreichen Emissionseinsparungen verpflichtet haben, die sogar über das hinausgehen, was zur Einhaltung des Dekarbonisierungszielpfads gemäß dem SDA erforderlich wäre, gelten sie als 1,5°Ckonform.“

Sehr gute ESG Performance: ESG-Indizes schlagen sich nicht nur 2020 wacker von Dan Lefkovitz von Morningstar vom 18. Februar 2021: „52 der 69 ESG-geprüften Indizes von Morningstar (75 %) schnitten im Jahr 2020 besser ab als ihre marktbreiten Pendants; 57 von 65 ESG-Indizes (88 %) erzielten über die fünf Jahre bis Ende 2020 eine Outperformance; 59 von 65 ESG-Indizes (91 %) haben während der Abwärtsmärkte der letzten fünf Jahre, einschließlich der Baisse im ersten Quartal 2020, 2020 war ein außergewöhnliches Jahr für ESG-Fonds“. Mein Kommentar: Impact ETF Portfolio +18% in 2020 – Verantwortungsvolle (ESG) Geldanlage (prof-soehnholz.com)

Viele unterschiedliche ESG ETFs: Fund ESG Transparency Quarterly Report 2021 Q1 Spotlight: ETFs von Rumi Mahmood von MSCI ESG Research vom 16. Februar 2021: “In 2020, ESG ETFs saw net flows in excess of USD 75 billion, more than three times the prior year, or approximately 10% of overall ETF net flows globally. It was also a growth year for new ESG ETF products, with more than 120 being launched globally. … ETFs with a focus on the Asian markets overwhelmingly accounted for the ESG laggard funds. This is primarily due to Asian corporations (largely operating in emerging markets) generally being in the early stages of implementing sustainability considerations into their business practices relative to their Western peers. …. ETFs with an emerging market focus on average exhibit a carbon intensity almost twice (x1.65) that of developed market-focused ETFs” (S. 4).

Gute ESG Anleihen sind attraktiv: How Are High-ESG-Rated Bond Portfolios Distinct? Von Hitendra Varsani, Rohit Mendiratta und Gudio Giese von MSCI vom 5. Februar 2021:  „Hypothetical portfolios constructed with higher-ESG-rated issuers had stronger cash flows, lower systematic risk and fewer idiosyncratic risks than portfolios composed of lower-ESG-rated issuers.”

Einfache ESG-First Ansätze können funktionieren: How to Overcoming ESG Data Challenges von Vassilios Papathanakos und Valerie Azuelos von Intech vom Januar 2021: “Focusing on portfolio-level outcomes and stable ESG characteristics can help mitigate the effects from data shortcomings in achieving investor objectives. A closer look at the data from a leading provider shows that even portfolios derived from simple filtering by individual stock ESG ratings can result in a stable score boost over time, and that the pillar ratings are largely independent of each other” (S. 1). Mein Kommentar: ESG SDG: Sehr konsequente Aktienportfolios – Verantwortungsvolle (ESG) Geldanlage (prof-soehnholz.com)

Literaturübersicht zu Engagement: Active ownership on environmental and social issues: What works? A summary of the recent academic literature von Emma Sjöström von 2020: “One key finding of the studies reported here is that for corporate dialogue to being successful, having a large shareholder stake in the company is not as important as one might think. Rather, several studies find that legitimacy is the most important attribute. This can be attained through who the investor is – for instance, by organisational reputation or the credibility of the engagement staff (S. 4). … Researchers have also addressed divestment as a way of pressuring corporations to reduce carbon emissions. There is some evidence that it can lower the share price of fossil fuel-based companies and that it can divert cash flows away from the fossil fuel sector. However, research has not set out to answer whether this brings about reduced emissions” (S. 5). Mein Kommentar: Divestments bewirken mehr als Stimmrechtsausübungen oder Engagement

Markowitz: Advisortech

(Robo-)Engagement muss besser werden: Robo‐advisors and the growth of index‐fund governance von David Musto vom 12. Januar 2021: “Robo‐ advisors have accelerated this delegation, in particular the delegation to low‐cost index funds, resulting in a few large investors who hold the market for the long term. … but the lowest‐cost families that attract the bulk of new investment and wield the most votes have not significantly differentiated their governance yet” (S. 5/6).

B2C ist sogar für Betterment schwierig. Jetzt werden verstärkt Modellportfolios für Berater angeboten: Knocking down a ‚wall,‘ Betterment will make RIA custody its ‚biggest business‘ as Schwab/TDA merger opens door and robo-advice glut deepens von Oisin Breen vom 17. Februar 2021: “The bitter truth for Betterment is that retail robo-advice may no longer be a viable path to the IPO …. Betterment RIAs built 1,400 separate model portfolios …. in 22 months. „That’s a level of adoption we hadn’t anticipated,“ Mauney explains. „[It] taught us just how specific advisors want to get and made it clear that we need to keep pushing down the path of offering advisors more customization on the platform.“ Mein Kommentar: Anlageberater, Robo Advisors oder Modellportfolios: Wer wird gewinnen? – Verantwortungsvolle (ESG) Geldanlage (prof-soehnholz.com)

In Marktkrisen können Berater hilfreich sein: The Value of Registered Investment Advisors during the COVID-19 Financial Market Crash – Evidence from 13F and twitter von Yuanshan Cheng, Tao Guo, Janine Sam und Philip Gibson vom 17. Februar 2021: “We found that RIAs communicated frequently with their clients during this period, reporting positive financial news even during extremely volatile trading days. Additionally, our findings show that clients working with RIAs tend to sell less and buy more during a market downturn, as compared to accounts with a higher portion of client-discretionary options. Supporting prior literature, our study demonstrates that using RIAs as part of the financial planning process is highly valuable during periods of high financial market uncertainty”.

Smartphones sind riskant: Smart(Phone) Investing? A within investor-time analysis of new technologies and trading behavior von Ankit Kalda, Benjamin Loos, Alessandro Previtero und Andreas Hackethal vom 13. Januar 2021: “Using a novel data set from two large German retail banks, we investigate if and how smartphones influence investors. … we document that traders on smartphone buy more risky assets, chase higher volatility and higher skewness investments, and lotterytype assets. Moreover, investors are more likely to buy past winners. … After using smartphones, investors start buying higher volatility, higher skewness, more lottery-type assets also in their non-smartphone trades” (S. 28).

Markowitz: Behavioral Finance

Kleinanleger handeln schlecht: Resolving a Paradox: Retail Trades Positively Predict Returns but are Not Profitable von Brad Barber, Shengle Lin und Terrance Odean vom 10. Februar 2021: “Two key observations explain the paradox. First, retail performance is quite poor on the day trades execute. … Second, retail buying is highly concentrated in trades that perform poorly. … We find that the purchases of retail investors perform worst when order imbalance is high and trading volume is high. … We also find that small trades, which tend to be made by less wealth, less experienced, and less sophisticated investors are more concentrated in attention-grabbing stocks and perform worse than large trades. …. annual retail order imbalance negatively predicts returns over the subsequent year. This suggests that that the aggregate short-term losses of retail investors may be compounded at longer horizons (S. 19).

Auch institutionelle Anleger sind nicht rational: Social proximity to capital: Implications for investors and firms von Theresa Kuchler, Yan Li, Lin Peng, Johannes Stroebel und Dexin Zhou vom 7. Februar 2021: “We find that, all else equal, institutional investors invest more in firms located in regions to which they have stronger social ties. As a result, firms in regions that are socially proximate to institutional capital have higher liquidity and higher valuations” (S. 30).

Mehr Finanztechnologie kann t.w. schaden: Millennials‘ adoption of personal financial management (PFM) technology and financial behavior von Brian Walsh und HanNa Lim vom 28. Oktober 2020: “Evidence suggests that millennials engaging in digital side hustles, such as Uber or Lyft, are significantly more likely to adopt PFM technology. Individuals experiencing higher financial pressure or exhibiting higher financial confidence are more likely to adopt PFM technology. … heavy adopters of PFM technology are more likely to own an emergency fund, payoff their credit card in full every month, own a retirement account, own an investment account, save for retirement, and own a will … are also more likely to spend more than they earn and experience overdrafts” (abstract).

Anlegerpräferenzen und Überzeugungen sind nicht stabil: The Disposition Effect in Boom and Bust Markets von Sabine Bernard, Benjamin Loos und Martin Weber vom 5. Februar 2021: “The disposition effect, namely investors’ tendency to sell winners more frequently than losers (Shefrin and Statman, 1985), is one of the most explored behaviors in finance (S. 2). …. “we demonstrate that the disposition effect moves countercyclical with the financial market, i.e. is low in boom markets and high in bust markets. These differences in the disposition effect across financial market cycles are mainly driven by investors’ increased gain realization in bust periods compared to boom periods. Investors are 5 percentage points (26 percent) more likely to realize a gain in bust than in boom periods. We find evidence that both, preferences (i.e. being more risk averse in bust than in boom markets) and beliefs (i.e. being more pessimistic in bust than in boom markets), affect investors’ selling behavior across financial market cycles” (S. 23).

Nudging kann viel bewirken: Improving customer decisions in retail banking – How behavioral influencing adds economic value for both customers and banks von René Fischer und Alexandra Laue von Oliver Wyman vom Februar 2021: “Experiments with customers of these behavioral nudges have shown significant quantitative effects demonstrating a clear opportunity for banks to explore the application of behavioral techniques in a more targeted way” (S. 5).

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