ESG International: Neues zu China, Islamic Finance, Impact etc.

ESG International: Realwirtschaft und Finanzierungen

China’s green future nennt Itamar Manes seinen Beitrag am 12. Dezember auf China.org.cn. Er endet so: “China’s efforts in transitioning and maintaining the global standard for active participation and commitment to global climate governance will hopefully raise the bar for the rest of the world, and lead to a sustainable green future.”

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 7.12. steht dagegen auf Seite 22: „Die Kohle ist zurück – China kehrt ab von seiner Vorreiterrolle“. „China produziert mehr schädliche Emissionen als Amerika und Europa zusammen.“ Und „Seit Jahresanfang hat das Land Kohlekraftwerke mit einer Leistung von rund 43 Gigawatt errichtet – also genau so viel, wie in Deutschland insgesamt am Netz sind.“ …  „Während die Investitionen in erneuerbare Energien in der ersten Jahreshälfte 2017 noch umgerechnet rund 70 Milliarden Euro betragen haben, waren es in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres weniger als die Hälfte dieses Wertes.“ Mein Kommentar: Weil China kein ausreichend gutes “Rule of Law“ hat, wird das Land bei den ESG Aktienportfolios von Diversifikator ausgeschlossen (siehe https://prof-soehnholz.com/tolle-2019er-esg-performance/).

Banks and investors against the future schreiben Greig Aiken und Jacey Bingler am 5. Dezember auf banktrack.org. Sie präsentieren “New research identifying the top financiers and investors behind the expansion of the world’s coal plant fleet”. … “Over the past 3 years, financial institutions have channeled US$ 745 billion to companies planning new coal power plants,” said Heffa Schuecking, director of Urgewald.” BNP Paribas, die sich in Deutschland als führender Anbieter nachhaltiger ETFs positioniert, gehört mit US$ 4.3 billion zu den Top 5. Greig Aitken from BankTrack commented: “This shows how insufficient the climate policies still are at the vast majority of banks. While leading European banks like BNP Paribas and Barclays rule out direct project financing for new coal plants, these institutions continue to provide corporate loans to companies that are pushing forward new coal plants.” “The world’s largest investor in coal plant developers is the US-based investment giant BlackRock, which holds bonds and shares valued at US$ 17.6 billion in 86 coal plant developers. Next in line are Japan’s Government Pension Investment Fund (US$ 17.4 billion) and the US investment managers Vanguard (US$ 12.4 billion) and Capital Group (US$ 9 billion).” Mein Kommentar: Bei ESG ETF-Portfolios kommt man ohne solche Banken kaum aus. Allerdings habe ich dieses Jahr einen ETF von ishares aus dem Portfolio genommen, weil Blackrock zudem auch schlechtes Umwelt-Abstimmungsverhalten zeigt (s. https://www.investmentweek.co.uk/news/4006495/revealed-us-asset-management-giants-lead-pro-climate-proxy-voting-worst-performers).

ESG International: Politik und Regulierung

PRI: 3,1 bis 4,5 Prozent Wertverluste durch Klimarisiken“ schreibt Tim Büttner am 9. Dezember bei Portfolio institutionell und verweist auf diese interessante neue Studie der Principles for Responsible Investing (PRI): Inevitable Policy Response vom Dezember 2019. „Fünf Sektoren sind am stärksten Betroffen: Die Energiewirtschaft, der Automobilsektor, die Stromversorger, Mineralstoffe und Bergbau sowie die Agrarwirtschaft. Während die Energiewirtschaft komplett negativ betroffen ist, zeichnen sich hinsichtlich der anderen Branchen große Diskrepanzen zwischen Gewinnern und Verlierern ab.“

Ziel des PRI Reports: “This work takes the macro and sector level outcomes of the Inevitable Policy Response Forecast Policy Scenario (FPS) and models the impact of these on the iShares MSCI ACWI ETF constituents if repricing occurred today, using a company “bottom up” approach. Auf Seite 6 steht: “Some primary sectors will be pure losers or winners: Mean company valuations in the energy sector fall by 33%. Within other sectors there is large variation across companies, for example, 80% of impacts in the utilities sector lie between -62% to 41% of current valuation. Many companies likely to succeed in the green upside are not listed in the common indices.” Auf Seite 7 werden die Limitationen der Studie aufgezeigt. Mein Kommentar: Der Ausschluß der „schlechten“ Segmente aus Geldanlageportfolios wird der Anlegerrendite also wohl kaum schaden.

In Europa gibt es weitere neue Regulierungen “on sustainability‐related disclosures in the financial services sector”, die am 9. Dezember im Office Journal of the European Union veröffentlicht wurde (Quelle Investabel vom 10. Dezember). Artikel 3: Financial market participants (also vor allem Vermögensverwalter und Assetmanager, Versicherungen und Altersversorger) und Finanzberater “shall publish on their websites information about their policies on the integration of sustainability risks in their investment decision‐making process”. Hinzu kommt “Transparency of adverse sustainability impacts at entity level” (Artikel 4) und Produktniveau (Artikel 7), “Transparency of remuneration policies in relation to the integration of sustainability risks” (Artikel 5), “Transparency of the integration of sustainability risks” (Artikel 6), “Transparency of the promotion of environmental or social characteristics in pre‐contractual disclosures” (Artikel 8), “Transparency of sustainable investments in pre‐contractual disclosures” (Artikel 9), “Transparency of the promotion of environmental or social characteristics and of sustainable investments on websites” (Artikel 10), “Transparency of the promotion of environmental or social characteristics and of sustainable investments in periodic reports” (Artikel 11). Diese Regulierung soll ab März 2021 gelten. Mein Kommentar: Wer soll denn das alles lesen und systematisch vergleichen? So viel Transparenz kann leicht zu Intransparenz durch Information Overload führen. So versuche ich mit Diversifikator voll transparent zu sein. Das Diversifikator Buch hat dadurch aber schon fast 250 Seiten und die Webseite ist viel zu voll.

ESG National: Deutsche Politik und Regulierung

Handelsblatt Business Briefings Nachhaltige Investments vom 13. Dezember von Susanne Bergius. Mein Kommentar: Diese Beilage ist immer lesenswert. Dieses Mal gefällt mir besonders: „Finanzakteure und Berater in der Pflicht“ (S. 2ff) aber auch „Unfähige Treuhänder“ (S. 6) und „Sustainable Finance – Lobby ausgebremst“ (S. 9ff) sowie „Farce im Bundestag“ (S. 12), die ich so ähnlich auch schon selbst erlebt habe.

Selbst Gerhard Schick von der Finanzwende äußert sich kritisch zur geplanten Finanztransaktionsteuer (SZ vom 13.12.2019).

Alternative Investments

Immobilien – Betongold-Aktien als eigene Asset-Klasse nennt sich der Beitrag von Christian Röhl vom 11. Dezember bei CapInside. „So liegt die Korrelation zwischen dem MSCI World und dem MSCI Real Estate Index seit 1995 nur bei 0,68 und ist zuletzt sogar unter 0,60 gesunken – während die meisten anderen Sektoren Werte zwischen 0,8 und 0,9 aufweisen, die einen ziemlich starken Gleichlauf signalisieren“. Mein Kommentar: Das Real Estate ESG Portfolio von Diversifikator hat ein Beta von 0,36 zu globalen Aktien und das Listed Infrastructure ESG Portfolio 0,43 (siehe www.diversifikator.com). Das spricht für Diversifikation mit Immobilien- und Infrastrukturaktien. Leider hat eine solche Diversifikation in der Krise 2007/2008 das Risiko nicht gesenkt. Aus Renditegesichtspunkten sind diese Marktsegmente aber trotzdem sehr interessant.

Private Real Estate Fund Categories: A Risk/Return Assessment wurde von Mitchell Bollinger und Joseph Pagliari am 12 Dezember veröffentlicht. Sie finden für geschlossene Fonds mit höheren Risiken (value add und opportunistisch): “Every subperiod produced a negative alpha — including the holding periods that concluded before the GFC” (Global Financial Crisis). Sie haben aber keine klare Antwort auf ihre Frage: “Why do so many institutional investors allocate their real estate capital to them?”

Thirty years after Jensen’s Prediction Is Private Equity A Superior Form of Ownership? von Peter Morris und Ludovic Phalippou vom November 2019 wird auf Seite 23 so zusammengefaßt: “Until 2006, private equity as a whole seems to have given investors net excess returns of about three percentage points per annum over many public equity benchmarks. Since 2006, this outperformance seems to have fallen to about zero.” … “some of private equity’s outperformance may reflect an asset allocation decision to smaller companies rather than manager skill”.

Hedge Fund Alpha: Cycle or Sunset? von Rodney N. Sullivan vom 5. Dezember zeigt, dass Hedgefonds seit der Finanzkrise 2008 keine besonders attraktive Performance eingebracht haben. Zudem zeigen sich mit relativ einfachen Faktoranalysen insgesamt negative aktive Managementeffekte. Mein Kommentar zu diesen drei Studien: Institutionelle Anleger bzw. ihre Berater finden es gut, wenn geringe Korrelationen zu traditionellen Anlegen bestehen, selbst wenn das vor allem auf seltenen Bewertungen basiert.

Risikoanalyse von Fonds

The Morningstar Factor Profile: A New Lens for Analyzing Funds schreibt Ben Johnson von Morningstar am 10. Dezember 2019. Genutzt werden Yield, Momentum, Quality, Volatility und Liquidity zusätzlich zu den bisherigen Style (Value/Growth) und Size Faktoren aus der Morningstar Style Box. In Using Morningstar’s New Factor Profiles erklärt John Rekenthaler von Morningstar am 20. Dezember das neue Faktoranalysetool der Fondsanalysefirma. Mein Kommentar: Diversifikator bietet seit 2016 eine frei zugängliche Faktoranalyse für seine Fonds an. Das sollten andere Portfolioanbieter auch machen. Und: Morningstar sollte auch Faktoranalysen für Anleihe- und  Mischfonds anbieten, wie das auf http://www.portfoliovisualizer.com schon lange möglich ist. Siehe auch:

Active Fixed Income Illusions lautet der Titel des Arbeitspapiers von Jordan Brooks, Tony Gould und Scott Richardson von AQR Capital Management vom 19. November. Aus dem Abstract: “Across a broad set of popular active FI categories, we find that passive exposures to traditional risk premia (especially exposure to credit risk) explain the majority of FI manager active returns”. Und “traditional active FI strategies may significantly reduce the strategic diversification benefit of FI as an asset class”.

Viele passive und aktive Fonds nutzen Wertpapierleihen. Aber Wertpapierleihe ist weniger harmlos als behauptet, heisst es am 27.12. bei Institutional money.com. In dem Beitrag werden Argumente von Scott Nisbett des Fondsanbieters Baillie Gifford aufgeführt, u.a.: „ein Teil der Einnahmen aus der Wertpapierleihe fließt gar nicht in das Sondervermögen, stattdessen streichen die Asset Manager die Erträge für sich ein. Obendrein verlangen die Fondsmanager von ihren Anlegern sogar noch eine Gebühr dafür, dass sie die Sicherheit, auch Collateral genannt, auswählen und verwalten.“ Er kritisiert auch, dass „über wichtige Fragen, die die Zukunft eines Unternehmens betreffen, nicht die eigentlichen Eigner mitentscheiden, sondern die kurzfristigen Ausleiher“. Ausserdem „könne die Gegenpartei pleitegehen und sich die Sicherheit als nicht so werthaltig erweisen, wie gedacht“. Mein Kommentar: Anleger sind zwar in Scharen von synthetischen zu physischen ETFs gewechselt, aber die Wertpapierleihe wurde selten öffentlich kritisiert.

Benchmarks

The Market Is No Benchmark. Here’s Why. “A long-term investment strategy can’t be properly assessed using a short-term metric” schreibt Sarah Newcomb von Morningstar am 9. Dezember. “The best benchmark is your own, personalised financial goal.” Mein Kommentar: So weit würde ich nicht gehen, denn dann wären Anbieter nur schwer zu messen. Aber natürlich ist die individuelle Zielerreichung sehr wichtig, auch wenn ich wenig von Goals Based Investing halte, siehe https://prof-soehnholz.com/fuehrt-goal-based-investing-zu-niedrigeren-aktienanlagen-und-besseren-beratungsergebnissen/).

Erst jetzt gelesen: Passive in Name Only: Delegated Management and “Index” Investing von Adriana Robertson vom September 2018. Robertson schreibt, dass in den USA die meisten Indizes nur von einem bzw. sehr wenigen Fonds bzw. ETFs genutzt werden. Ihr Fazit: “Far from being “passive,” my findings indicate that index investing is better understood as a form of delegated management, where the delegee is the index creator rather than the fund manager” (Abstract). Viele der im Beitrag enthaltenen Tabellen sind interessant. Mein Kommentar: Ich vermute, dass das bei den in Deutschland angebotenen Fonds auch so ist.

Dass Kontrolle nötig ist, zeigt sich auch hier: Does Past Performance Matter? The Persistence Scorecard nennt sich der Bericht von Berlinda Liu und Philip Brzenk von S&P Dow Jones Indices vom Dezember. „This report’s results show that, irrespective of asset class or style focus, few fund managers consistently outperformed their peers.” Just 8% of domestic equity funds remained in the top quartile in the three-year period ending September 2019.” Mein Kommentar: Viele Zahlen, aber leider ohne Vergleich mit passiven Benchmarks (zu Benchmarks siehe z.B. https://prof-soehnholz.com/tolle-2019er-esg-performance/).

Chasing Your Own Tail (Risk), Revisited, heisst der Beitrag von Ashwin Thapar, Lars Nielsen, Daniel Villalon von AQR vom 19. November. Dort werden verschiedene Risikomanagementmodelle miteinander verglichen. Die passive 60/40 Allokation schneidet dabei bezogen auf die letzten 8 Jahre sehr gut ab. Risikomanagement mit Derivaten hätte ca. 2% Rendite pro Jahr gekostet. Die beste Rendite/Risikorelation hätte die Nutzung von defensiven Aktien wie Infrastruktur ergeben aber auch die Beimischung von Trendfolge oder risikoparitätischen Portfolios wäre nicht schlecht gewesen.

Fondsperformance ist nicht Anlegerperformance

In Fonds-Trading verhagelt Anleger-Performance von Matias Möttölä von Morningstar steht am 16. Dezember: „Eine Untersuchung des Investment-Verhaltens europäischer Fondsanleger zeigt, dass hektisches Hin und Her suboptimale Renditen zur Folge hat. Das gilt für Rentenfonds sogar stärker als für Aktienfonds. Bei alternativen und Allokationsfonds hätte „Trading“ aber zu positiven Anlageergebnissen geführt und günstigere bzw. weniger volatile Fonds wurden weniger gehandelt.

Measuring Risk Preferences and Asset-Allocation Decisions: A Global Survey Analysis heisst der Beitrag von Andrew Lo, Alexander Remorov und Zied Ben Chaouch vom Januar 2019. “We use a global survey of over 22,400 individual investors, 4,892 financial advisors, and 2,060 institutional investors between 2015 and 2017 to elicit their asset allocation behavior and risk preferences. We find substantially different behavior among these three groups of market participants” (Abstract). Auf Seite 28 steht: Consistent with common intuition, individual investors are by far the most risk averse, whereas institutional investors are the least risk averse. …We observe significant heterogeneity among individual investors in terms of their asset allocation decisions. Using a clustering algorithm, we classify investors into five distinct types: passive investors (about 35% of respondents); extrapolators (27% of respondents); risk avoiders (19% of respondents); optimistic investors (11% of respondents); and contrarians (about 8% of respondents)”.

Passend dazu: Are professional investors prone to behavioural biases? Von Larry Swedroe vom 27.12.. Er verweist u.a. auf eine aktuelle Studie von Mehran Azimi vom Oktober 2019: Are Professional Investors Prone to Behavioral Biases? Evidence from Mutual Fund Managers. Swedroes Antwort: “The body of evidence makes clear that institutional investors are subject to at least some of the behavioural errors attributed to individual investors. Among these biases are home bias and overconfidence.” Mein Kommentar: Es gibt noch weitere relevante Studien z.B. Herdenverhalten von institutionellen Altersversorgungseinrichtungen, siehe z.B. https://prof-soehnholz.com/passivrisiken-sind-regulatoren-schuld/).

Wealthtech

Hipster versus Quant – wie anwendbar ist maschinelles Learning von Bernd Scherer vom 17. Dezember fokussiert auf Portfoliomanagementanwendungen und ist interessant, gut lesbar und ausgewogen kritisch. Mein Kommentar: Ich bleibe bei der Meinung, dass einfache „most passive“ Portfolios wie die von Diversifikator auch von Maschine Learning Ansätzen nur schwer zu schlagen sein werden (siehe https://prof-soehnholz.com/das-most-passive-anlageportfolio-der-welt-ist-sehr-attraktiv/).

Algorithm Aversion in Financial Investing nennt sich der Beitrag von Maximilian Germany und Christoph Merkle vom Juli 2019. Im Abstract steht: “The tendency of humans to shy away from using algorithms even when algorithms observably outperform their human counterpart has been referred to as algorithm aversion. We find no sign of algorithm aversion: Investors care about returns, but do not have strong preferences which intermediary obtains these returns. Contrary to what has been suggested, investors are also not quicker to lose confidence in the algorithm after seeing it err. However, we find that investors are unable to fully separate skill and luck when evaluating either intermediary.” Mein Kommentar: Wenn Anlegern klar wäre, dass einfache Algorithmen wie Finanzindizes komplexe Algorithmen und „aktive“ Fondsmanager nicht nur wegen niedrigerer Kosten meist outperformen, würden Sie wohl einfache gegenüber komplexen Algorithmen präferieren.

Exploring Relationships Between Technology Use and Time Spent in the Financial Planning Process von Meghaan Lurtz, Derek T. Tharp, Kate Mielitz, Michael Kitces und Allen Ammerman datiert vom 7. Mai 2019. Im Abstract steht: “Surprisingly, in many cases, use of technology is associated with an increase rather than a decrease in time spent within various stages of the financial planning process. These results suggest that although technologies may provide efficiencies in completing certain tasks, these efficiencies do not necessarily result in net reductions in time spent within the financial planning process.”

With Robinhood pacing the new norm, Interactive Brokers outpaces Schwab in race to give RIAs free fractional-share trades schreibt Oisin Breen am 18. Dezember auf RiaBIz. Im Text heisst es u.a.  “DriveWealth was first to the fractional party; it’s been offering free fractional trades since Oct. 2017”. Durch kostenloses Handeln von Aktienbruchstücken könnte ein Trend verstärkt werden: Registrierte Investmentberater (RIAs) zeigen schon jetzt “increasing appetite for managing cheaper model portfolios of stocks instead of index-linked funds or ETFs” (siehe auch https://prof-soehnholz.com/modellportfolio-robos-sind-besser-als-normale-robo-advisors/).

Schwab set to launch ’shoe-that-dropped‘ subscription retirement income robot that acts like a virtual annuity and produces ‚predictable‘ paycheck schreibt Brooke Southall am 20. Dezember bei RIABiz. “More than half of our existing digital advice clients are over the age of 50” schreibt Schwab. Der neue Service hat ein “real-time digital dashboard that will enable investors to view their portfolio, make recurring withdrawals and hit their withdrawal goal, with the ability to forecast and make changes based on income needs. Live support from Schwab is available 24/7 year-round.” Schwab Intelligent Income soll monatlich 30 US Dollar kosten. Fondsmanager und Robo-Advisors, die abhängig von angelegten Volumina bezahlt werden, haben dagegen Anreize, Anlegergelder zu behalten und nicht, Anlegern kontinuierlich Geld zurückzuzahlen.

ESG International: ESG Ausschlüsse, Engagement und Performance

SEB schickt Portfolios in Entziehungskur steht am 12. Dezember bei Fondsprofessionell online. Konkret: SEB Invest verbannt Verarbeiter von Tabak und nichtmedizinischem Cannabis aus seinen Fonds. Mein Kommentar: Jetzt ist Diversifikator mit dem Cannabisausschluß nicht mehr alleine.

Erst jetzt gelesen: Ruth Wallis schreibt im April 2018 für die Principles for Responsible Investing: How ESG Engagement creates value for investors and companies. Dabei erfolgt eine Strukturierung aber keine Quantifizierung von möglichen Einflüssen.

Eine kritische Analyse von in diesem Blog zum Teil schon zitierten Performancestudien gibt es von Radovan Vojtko und Matus Padyšák am 13. Dezember auf Quantpedia mit „Quant’s Look on ESG Investing Strategies“. In der Zusammenfassung heisst es. „The popularity gaining ESG scores can be suitable for profitable investing or lowering the risk”.

Positiver ist: Nachhaltige ETFs – Indexkonzepte und Anlageperformances heisst der neue (kostenpflichtige) Report von Absolut Analyse. Danach konnten alle ESG Strategien von Juni 2012 bis Oktober 2019 eine Outperformance gegenüber traditionellen Indizes erreichen. Dazu wurde über 60 nachhaltige Aktien ETFs analysiert.

Passive ESG-Rentenfonds: Kleiner Markt, große Wachstumsperspektiven ist von Jose Zarate von Morningstar vom 13. Dezember 2019. Dort steht unter anderem „Ende November 2019 verwalteten in Europa 36 passive ESG-Anleihefonds elf Milliarden Euro“. Und „Die Zeichen sind ermutigend, zumal die grundlegenden Eigenschaften von ESG-Varianten von Indizes ein Bias hin zu qualitativ höherwertigen Emittenten zeigt.“ Mein Kommentar: Im ESG ETF-Portfolio von Diversifikator werden solche schon seit Ende 2015 sehr erfolgreich ESG ETFs genutzt.

ESG controversies wipe $500bn off value of US companies heisst es in der Financial Times (Paywall) am …..Konkret: “Quarrels involving environmental, social and governance (ESG) issues have wiped more than $500 billion off the value of large US companies over the past five years, according to an analysis by Bank of America.”

YourSRI hat den ESG-Marktbericht Investmentfonds & ETFs –Deutschland Ausgabe 2019  herausgebracht, den es auch für Österreich und die Schweiz gibt. Dort findet man auch den  Nachhaltigkeitskompass Für Stiftungen, Ausgabe 2019 vom Juni. Mein Kommentar: Ich habe nicht viel Neues in diesen Reports gefunden. Im Stiftungskompass steht aber auf Seite 35, dass es ganz wenige ESG+Impact Mischfonds für Stiftungen gibt. Hier ist so ein Fondskonzept: https://prof-soehnholz.com/impactesg-innovatives-mischfondsprojekt-der-von-der-heydt-bank/.

ESG International: Impact Investing und Islamic Finance

SDG Impact Measurement – A Brief Overview of Providers, Methodologies, Data and Output von meinen Kollegen aus der Sustainable Investing Kommission der DVFA Christoph Klein und Rupini Rajagopalan bringt einen sehr guten (auch tabellarischen) Überblick über 12 Anbieter die Unternehmen und Anlegern dabei helfen können, Impact und SDG-Alignment zu prüfen. Wenig überraschend: “We find that there is a high diversity of methodological approaches to assess SDG impact either from a company level or portfolio level.”

Sustainable, responsible, and impact investing, and islamic finance. Similarities and differences lautet der Beitrag von Usman Hayat vom CFA Institut von 2019. Zusammenfassend heisst es auf Seite 12: “SRI investing and Islamic finance seek to meet the financial needs of customers, perform well financially, and offer better outcomes for society and the environment than conventional finance. The two, however, have core markets in different parts of the world, and there are some conceptual differences between them.”

Growing Importance of Islamic Finance and Islamic FinTech schreibt Syed Musheer Ahmed am 12. Dezember bei Medici. “Though a relatively new segment of FinTech, there has been strong growth in FinTech solutions and the use of digital offerings by Islamic banks.” Fintech-Details werden aber noch nicht genannt, sondern es wird auf einen künftigen Beitrag verweisen.

ESG International: Greenwashing-Risiko und Konsequenzen für Fondsanbieter

NNIP warnt „Gutes Gewissen“-Anleger vor Greenwashing steht bei Fondsprofessionell online am 23.12. Sogenannte „“Transition Bonds“ beziehungsweise „Übergangsanleihen“ oder auch „ESGorientierte Anleihen“ …. sind allerdings kein Fortschritt, sondern erhöhen die Gefahr von Greenwashing, warnt NN Investment Partners (NNIP). Das Etikett „Übergangsanleihe“ könnte die Tür öffnen zu Sektoren, Unternehmen und Geschäftspraktiken, die weder jetzt noch in Zukunft nachhaltig sind“. Mein Kommentar: Das sehe ich auch so.

In ESG: How do fund selectors cut through the greenwash of gradualism? (Part 1) zeigt Jon Beckett am 13. August bei InvestmentEurope am Ende des Beitrages eine (un)schöne Grafik zu vielfältigen Greenwashingmöglichkeiten.

Konsequenzen für Berater

John Rekenthaler von Morningstar schreibt am 13. Dezember: The Great Investment Industry Roll-Up Gradually, its inefficiencies are being competed away.” For several decades now, the leading financial advisors have redefined their practices. Once, they selected stocks; then they found mutual funds; then they built portfolios. Now, increasingly, they leave even much of the portfolio construction to others, borrowing from outside models. Along the way, they have adopted broader views of their roles, serving as overall guides for their clients. Those changes make sense.“

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