Archiv der Kategorie: Risikomanagement

Anti-nachhaltig: ESG Boni und mehr

Anti-nachhaltig habe ich den Beitrag genannt, weil ich unten kritisch auf den Zwischenbericht des Sustainable Finance Beirates der Bundesregierung eingehe, der aus meiner Sicht auch anti-nachhaltige Vorschläge enthält. Außerdem geht es in den über 20 aktuellen Researchbeiträgen um die Themen braune Finanzierungen, #Greenwashing, #CSR, Rational Beliefs, Risikomanagement, #Wealthtech, Immobilien, Infrastruktur und mehr.

Passive Asset Allokationen sind besser als aktive

Passive Asset Allokationen sind besser als aktive, habe ich vor Kurzem In einer Diskussion mit einem Investmentprofi behauptet. Daraufhin fragte dieser zu Recht nach Belegen für meine These.

Meine These basiert vor allem auf eigener Erfahrung und nicht auf einem bestimmten Researchbeitrag. Deshalb habe ich zunächst eine kurze Internetrecherche zu dem Thema Passive Asset Allokationen durchgeführt. Ecosia hat mich zu einigen interessanten Analysen von Morningstar geführt. Morningstar kann ja aufgrund seiner Historie als Ratingagentur für aktive Fonds nicht unbedingt verdächtigt werden, passive Investments zu favorisieren.

ESG International: Neues zu China, Islamic Finance, Impact etc.

Ich hätte mir mit „ESG International“ seit dem letzten ESG Researchbeitrag vom 9. Dezember doch nicht so viel Zeit lassen sollen. Seitdem sind schon wieder über 40 interessante Beiträge zu ESG aber auch Asset Allokation, Risikomanagement, Wealthtech etc. erschienen, die ich im Folgenden kurz zusammenfasse und teilweise kommentiere. Ich habe aber Ausreden: Wir haben unsere Portfolios und Portfolioregeln aktualisiert (siehe  http://prof-soehnholz.com/tolle-2019er-esg-performance/) und ich habe einen Beitrag zum Thema „Passive ist besser als aktive Asset Allokation“ vorbereitet, der in den nächsten Tagen hier veröffentlicht wird.

Börseneinsteigertipp: Auch Anfänger können nachhaltig anlegen

Ein guter Börseneinsteigertipp sollte Börsenanfänger zu Börsenfans machen. Neben einer finanziellen Rendite kann man bei „nachhaltigen“ Anlagen auch eine „zweite Rendite“ für die Umwelt und Gesellschaft erreichen. Das gilt auch für Börseneinsteiger.

Hier ist mein Beitrag für die Blogparade des Finanzblog-Awards der Comdirect Bank. Das offizielle Thema der Blogparade ist „Dein Tipp zum Börsenstart – mit diesen drei Punkten gelingt der Start auf dem Parkett.“ Ich freue mich über jede Stimme für meinen Blog „Regelbasiert-optimierungsfreie Geldanlage“ bei der Abstimmung für den Publikumspreis.

Hier sind meine drei Tipps:

Robo-ESG: Verantwortungsvolle Online-Investments im Vergleich (Update)

Am 25.11.2019 aktualisierte Version des zuerst am 25.8.2019 erschienenen Beitrags

Robo-ESG ist bisher offenbar noch kein gefragtes Thema. Jedenfalls wurde mein Überblick zu Research und News in Bezug auf verantwortungsvolle Onlineinvestments besonders wenig gelesen.

ESG steht für Environmental, Social und Governance Faktoren). Dass Online-ESG erst wenige Experten interessiert bedeutet aber nicht, dass dieser Ansatz nicht zukunftsträchtig ist. Immerhin gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz immer mehr Robo-Advisors, die verantwortungsvolle Investments anbieten. Hier kommt ein – wie immer – subjektiver aktualisierter Überblick, denn ich bin mit Diversifikator in demselben Markt tätig.

Sind nachhaltige Geldanlagen wichtiger als nachhaltiges Verhalten?

Im heutigen Beitrag geht es nicht nur um nachhaltige Geldanlagen, sondern auch wieder um „traditionelles Research“ und Robo Advisors. Den Schwerpunkt bildet die kritische Analyse einer Allianz Studie zu ESG.

Nachhaltige Geldanlagen: Research und News

 „ESG ist in unserer DNA: Ein nordischer Dialog zwischen ESG und Aktie“ heisst ein Vortrag von Johannes Haubrich von Nordea Asset Management den er dieses Jahr im Mai und Juni auf einer Roadshow für das Bündnis für Fonds gehalten hat. In der Präsentation verweist er auf eine Nordea-Publikation von 2015 mit dem Titel „Nordea’s illustrative analysis on carbon footprint from savings“, die immer noch sehr interessant ist. Darin heisst es: Our illustrative analysis showed how ‘greening’ an individual’s financial assets, such as savings, could generate 27 times greater improvements in a personal carbon footprint than eating less meat, using public transport, reduce water use, and flying less.”

ESG überall: Aktuelle ESG-News, ESG-Research, Robo-News und mehr

ESG überall: Gut, dass ich nur „most passive“ Portfolios anbiete. So habe ich genug Zeit, etliche der vielen interessanten aktuellen Informationen zu Environmental, Social, und Governance-Themen (ESG) und Digitalisierung zu lesen. Hier ist mein aktueller Überblick mit meiner subjektiven Beurteilung:

Kann institutionelles Investment Consulting digitalisiert werden? Beispiele.

Das ist eine ziemlich ketzerische Frage, weil die individuelle Beratung von institutionellen Anlegern, also solchen mit sehr großen Anlagevolumina, als besonders komplex gilt. Ich meine, dass viele Elemente gut digitalisierbar sind. Das versuche ich am Beispiel einer kostenlos nutzbaren US Webseite zu zeigen.

Statt Kannibalisierung: ESG-Robo oder Alternatives-Robo?

Viele deutsche Banken sind noch zurückhaltend mit dem Einsatz von Robo-Advisors (siehe hier). Das scheint daran zu liegen, dass viele Angst vor der Gefährdung ihres Bestandsgeschäftes („Kannibalisierung“) haben. Außerdem sehen sie ihre Margen im Neugeschäft als gefährdet an. Banken verdienen derzeit noch sehr gut am Verkauf von Investmentfonds, für die sie Vertriebsprovisionen erhalten.

Unabhängige Robo-Advisors dagegen bieten überwiegend niedrigmargige Vermögensverwaltungen auf Basis von kostengünstigen Indexfonds (ETFs) an.

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Risikomanagement: Aktiv ist schlechter als passiv (Robo-Advice)

Vermögensverwalter haben einige Argumente gegen Robo-Advisors. Eines der häufig gehörten heißt: In schwierigen Märkten machen aktive Portfoliomanager besseres Risikomanagement als regelbasierte Maschinen. Daher sollten Anleger besser Produkte von aktiven Managern verkaufen. Wenn sie schon einen Robo-Advisor für die Vermögensverwaltung nutzen, sollte die vom Robo-Advisor genutzten Portfolios von Menschen und nicht von Maschinen bzw. Regeln gemanagt werden.

Ich meine, dass passives bzw. regelgebundenes Risikomanagement besser als aktives „diskretionäres“ Risikomanagement sein kann.