Archiv der Kategorie: Regulierung

Must-have ESG: Neues zu schlechten Agrarsubventionen und Erdgas, guten Robo-Advisors und Direct Indexing

In „Must-have ESG“ habe ich etwa dreissig News und Forschungsberichte der letzten zwei Wochen aufgeführt und teilweise auch kommentiert. Schwerpunkt sind wie immer Environmental, Social und Governance (ESG) Geldanlagen und Robo-Advice. Besonders erstaunt hat mich der Effekt von Agrarsubventionen, die Kritik an Erdgas, die Taxonomie-Verzögerung, das Engagement-Verhalten großer Asset Manager aber auch wie stark die Kosten für die Geldanlage in den USA sinken und dass Direct Indexing dort schnell an Fahrt aufnimmt.

ESG Ratings, Direct Indexing etc.: Research und News

Dieser Beitrag zu ESG Ratings erscheint nur gut eine Woche nach dem letzten Researchüberblick (siehe hier). Ursprünglich wollte ich solche Übersichten nur einmal im Monat veröffentlichen, aber dafür lese ich zu viel oder es wird gerade besonders viel publiziert (Hype?). Ich hoffe, dass jeder Leser etwas für sich Interessantes findet.

Online-ESG und Offline-ESG: News und aktuelles Research

Bei ESG, ETFs und Robo-Advisors tut sich etwas in Deutschland, u.a. Online-ESG Angebote, der erste nachhaltige ETF-Dachfonds, mehr Modellportfolio-Angebote und mehr „kostenloses“ Trading. Viele Spass beim Lesen der von mir ausgewählten und t.w. kommentierten Beiträge.

Sind nachhaltige Geldanlagen wichtiger als nachhaltiges Verhalten?

Im heutigen Beitrag geht es nicht nur um nachhaltige Geldanlagen, sondern auch wieder um „traditionelles Research“ und Robo Advisors. Den Schwerpunkt bildet die kritische Analyse einer Allianz Studie zu ESG.

Nachhaltige Geldanlagen: Research und News

 „ESG ist in unserer DNA: Ein nordischer Dialog zwischen ESG und Aktie“ heisst ein Vortrag von Johannes Haubrich von Nordea Asset Management den er dieses Jahr im Mai und Juni auf einer Roadshow für das Bündnis für Fonds gehalten hat. In der Präsentation verweist er auf eine Nordea-Publikation von 2015 mit dem Titel „Nordea’s illustrative analysis on carbon footprint from savings“, die immer noch sehr interessant ist. Darin heisst es: Our illustrative analysis showed how ‘greening’ an individual’s financial assets, such as savings, could generate 27 times greater improvements in a personal carbon footprint than eating less meat, using public transport, reduce water use, and flying less.”

EU Klimaindizes und ESG Indexverordnung: Offizielles Greenwashing?

Regulierung kann gut sein

Ich bin durchaus für Regulierung, wenn der Markt versagt. Das gilt zum Beispiel für die sehr begrüßenswerte Forderung nach vollständiger Kostentransparenz (siehe z.B. http://prof-soehnholz.com/harsche-banken-aber-auch-robo-advisor-kritik-der-eu/).

Bis 2018 wurden deutschen Privatanleger nur wenige „verantwortungsvolle“ Geldanlageprodukte angeboten. Das ändert sich aber gerade (siehe z.B. http://prof-soehnholz.com/esg-ueberall-aktuelle-esg-news-esg-research-robo-news-und-mehr/).

Ich erwarte aber erhebliche Anbieterwiderstände, weil bisher nur ein sehr geringer Anteil von Geldanlagen konsequent verantwortungsvoll ist (siehe z.B. http://prof-soehnholz.com/esg-paradox-einfach-zu-verkaufen-und-trotzdem-nicht-angeboten/).

Deshalb finde ich es nicht schlecht, dass Privatanleger künftig wahrscheinlich explizit gefragt werden müssen, ob sie nachhaltig bzw. verantwortungsvoll anlegen wollen. Dafür ist jetzt alles vorbereitet (siehe TEG interim report on climate benchmarks and benchmarks‘ ESG dislosures vom 18.6.2019, S. 32). Trotzdem können Berater Anlegern ja durchaus sagen, dass verantwortungsvolle Anlagen zu Rendite- oder Risikonachteilen haben, z.B. durch höhere Kosten oder geringere Diversifikation, auch wenn Renditen oder Risiken eher besser sind (siehe hier).

Die geplante Klima- und ESG-Benchmarkregulierung der EU geht aber meines Erachtens in die falsche Richtung.

Nachhaltigkeitstaxonomie der EU: Positive Aspekte aber insgesamt enttäuschend

Am 18.6. hat die EU Technical Expert Group (TEG) on Sustainable Finance ihre Nachhaltigkeitstaxonomie mit dem Titel „Financing a sustainable European Economy: Taxonomy Technical report” herausgebracht.  Die Expertengruppe hat sich sehr viel Arbeit gemacht. Der Report hat über 400 Seiten und enthält viele vernünftige Aspekte. Ich bin aber skeptisch, ob die Taxonomie Zusatznutzen gegenüber den etablierten Services privater Ratingagenturen gebracht hat.

ESG überall: Aktuelle ESG-News, ESG-Research, Robo-News und mehr

ESG überall: Gut, dass ich nur „most passive“ Portfolios anbiete. So habe ich genug Zeit, etliche der vielen interessanten aktuellen Informationen zu Environmental, Social, und Governance-Themen (ESG) und Digitalisierung zu lesen. Hier ist mein aktueller Überblick mit meiner subjektiven Beurteilung:

Haben Fondsanbieter Angst vor ESG-Reportingtransparenz?

Professor Dr. Thomas Mayer vom Flossbach von Storch Research Institute hat heute einen Beitrag mit dem Titel „Die Nachhaltigkeits-Falle“ in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung veröffentlicht (Seite 29), in dem er m.E. gegen ESG-Reportingtransparenz argumentiert.

ESG-News, Robo-Infos und mehr

In den letzten Wochen sind wieder viele interessante ESG-News, d.h. zu Environmental, Social und Governance bzw. verantwortungsvollen Investments, und auch einige zu Robo-Advisors veröffentlicht worden. Hier sind meine aktuellen Favoriten:

Einfache „Weltverbesserung“ mit verantwortungsvollen Geldanlage-Benchmarks

Falsche Benchmarks sind einer der vier wichtigsten Gründe, warum Anleger bisher immer noch zögerlich mit sogenannten verantwortungsvollen Investments sind:

  1. Unklare Definition, was verantwortungsvoll ist und was nicht (Taxonomie)
  2. Niedrigere Renditeerwartungen
  3. Höhere erwartete Risiken
  4. Scheu vor zu hohem Tracking Error (Abweichung von „offiziellen“ Benchmarks)